Pixelio Urteil von OLG Köln kritisiert

Wieder ist ein realitätsfernes Urteil eines Landgerichts von einer nächsthöheren Instanz zerpflückt worden.

Anfang des Jahres machte das Landgericht Köln erneut mit einer reichlich Unsicherheit streuenden einstweiligen Verfügung zur Urheberkennzeichnung bei der Nutzung von Bilddatenbanken wie Pixelio von sich reden.

Ein Fotograf beklagte die fehlende Urheberkennzeichnung beim Direktaufruf der eingesetzten Bilddatei im Browser. Das LG bestätigte diese einstweilige Verfügung und lieferte damit eine Vorlage für ein neues lukratives Einkommensfeld für Fotografen und Abmahnanwälte.

Die beklagte Partei ging daraufhin in Berufung und bekam nun vergangene Woche vor dem Oberlandesgericht Recht zugesprochen, worauf der Kläger seine Klage auch zurückzog.

Der Vertreter des Beklagten, RA Plutte meldet sich dazu in einer Stellungnahme zu Wort.

Es darf sich jeder selbst ausmalen, weshalb jemand seine Fotos bei einer Bilddatenbank zur Nutzung nach einem seit Jahren bekannten, etablierten und nachvollziehbaren Modell freigibt, und die Nutzer dann wegen selbigem verklagt.

Traurig ist diese abenteuerliche Rechtsprechung in erster Instanz, welche ein weiteres Mal die Gefährdung von seriösen und hilfreichen Geschäftsmodellen sowie ganzen Existenzen bedeutet hätte.

Eine sorgfältige Prüfung der Kompetenzen der entscheidenden Juristen sowie der Beweggründen der Kläger wäre in solchen Fällen durchaus wünschenswert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.