Online-Marketing ist tot, lang lebe Online-Marketing

Eigentlich dürften wir gar nicht mehr hier sein, sollten das Internet abschalten und bei irgend einem renommierten Industrieunternehmen für einen Hungerlohn als Hilfsarbeiter anheuern. Genau diesen Eindruck könnte man jedenfalls bekommen, wenn man die täglichen Hiobsbotschaften angesehener Köpfe unserer Branche bzw. die Blogs der Meinungsmacher im Online-Marketing aufmerksam verfolgt.

SEO ist tot! Affiliate Marketing ist tot! Linkkauf ist tot! Linkbuilding ist tot! Guest Blogging ist tot! Linknetzwerke sind tot! Im Verfassen von Todesanzeigen und Nachrufen wird so mancher übereifrig, wenn er Angst hat, überflüssig zu werden, weil sein Geschäftsmodell scheinbar ausgedient hat.

Dabei findet im Grund nur ganz normale Wirtschaft statt: Der Markt reguliert sich selbst. Überflüssige / unnütze Unternehmen werden gefressen und durch brauchbare bzw. notwendige ersetzt. Wer sich dem Markt nicht anpassen kann, der hatte schon immer das Nachsehen.

Beim genauen Hinschauen sollte man bemerken, daß es sich meistens nur um die manipulativen und nicht Bedarfskonformen Auswüchse dessen handelt, was aktuell eben an vielen Fronten zu Grabe getragen werden soll.

Statt in Selbstmitleid zu zerfließen, in Panik zu verfallen und irgendwelchen angeblich so goldenen Zeiten hinterher zu weinen, sollte sich jeder darauf besinnen, wie er seinen eigenen Nutzen in der Branche eigentlich definiert. Wem da nicht mehr dazu einfällt, als den ganzen Tag Spamlinks aufzubauen, Fakebeiträge zu verfassen und die eigenen User mit Werbung zu überschütten, dem sei eingangs erwähnter Karrieretipp tatsächlich nahegelegt.

Die online generierten Umsätze wachsen weiter, also steigt auch der Bedarf an guten Online-Marketing Profis mit frischen Ideen, und solche werden ihren Platz auch weiterhin finden, egal welche Suchmaschine oder welches soziale Netzwerk gerade wieder seine Richtlinien verändert.

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