Identitätsdiebstahl, Contentklau + Cookiespam

Die Methoden von Affiliate Betrügern werden sowohl aufwändiger als auch dreister, und durch unzureichend geschultes Personal sowie zu langen Reaktionszeiten bei beteiligten Parteien führen diese leider in einigen Fällen zum Erfolg.

Diese Woche erst hat Timo ein vermutlich chinesisches Copy-Netzwerk entdeckt welches auch nicht vor großen und bekannten Online-Portalen halt macht. Bei dieser Betrugsmasche werden mit gefälschten Daten von realen Websitebetreibern neue Domains registriert, mittels spezieller Software dann deren komplette Website inkl Impressum kopiert und diese Fälschung dann mithilfe von Cookie Dropping wiederum über ebenfalls gefälschte Konten bei Partnernetzwerken monetarisiert.

Als ehrlicher Publisher ist man zurecht fassungslos wie viel kriminelle Energie in manchen gewissenlosen Menschen steckt.

Die Folgen können für Websitebetreiber verheerend sein, so drohen z. B. nicht nur Herabstufungen durch Google aufgrund Double-Content sowie Sperrung diverser echter Partneraccounts wegen unlauterer Werbemethoden, sondern sogar Strafanzeigen da sowohl im Impressum als auch im Whois Eintrag eben die Daten des Betreibers der Original Website eingetragen sind und evt. eingeschaltete Behörden sich im ersten Schritt eben an diesen wenden.

Natürlich lassen sich diese Fälle aufklären und richtigstellen, aber das kann dauern, und bis dahin wird dem Betreiber bereits ein erheblicher Schaden entstanden sein.

Timo hat recherchiert und in seinem Artikel den Affiliatebetrug detailliert beschrieben. Außerdem erläutert er in einem anderen spannenden Artikel die Hintergründe zur eingesetzten Software Mr9 SM.

Dieses Beispiel zeigt wieder mal wie wichtig ständige Kontrollen auf allen Ebenen sind. Die Netzwerke sind hier in erster Linie gefordert da nur diese über ausreichend Daten verfügen um solche Fälle aufzudecken. Marcus hat dazu eine Checkliste für Netzwerke und Betreiber  zusammengestellt.
Aber auch als Publisher ist es wichtig auf Anzeichen und Warnungen zügig zu reagieren, evtl verwaiste Accounts bei selten eingesetzten Netzwerken sollten auch regelmäßig überprüft werden. Betroffenen ist im ersten Schritt zu raten mit dem entsprechenden Partnernetzwerk Kontakt aufzunehmen.

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