Anonyme Anschuldigungen gegen Marktteilnehmer

Während die Affiliate-Branche sich gerade redlich Mühe gibt, sich selbst zu bedauern und totzureden, werden vermehrt auch nach Schuldigen für die Misere gesucht und entsprechende Kritik an diesen laut. Zumindest werden gefühltermaßen die in einschlägigen Foren und Blogs diskutierten Fälle an Unregelmäßigkeiten immer mehr. Möglicherweise werden ja auch Affiliates aufmerksamer, wenn die Einbußen nur groß genug werden.

Die Diskussion solcher Fälle ist wichtig und für eine bessere Transparenz in der Branche auch notwendig.

Allerdings liegt es auch immer mehr im Trend, diese Kritik anonym über Dritte zu äußern. Die Geschichten auf einflussreichen Plattformen zu verbreiten macht reichweitentechnisch sicherlich Sinn, doch warum erfolgt dies anonym? Macht es Sinn, sich in solchen Fällen zu verstecken? Oder wäre es nicht besser, die Sache gleich direkt unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu diskutieren?

Der Angeschuldigte wird offen kommuniziert, während der Kläger im Verborgenen bleibt. Damit nimmt man dem Beklagten bereits die Möglichkeit, zur Sache Stellung zu nehmen. Dies ist eine extrem unfaire Vorgehensweise.

Es werden Gegebenheiten über die Arbeitsweise des jeweils Betroffenen behauptet, welche sich durch den Leser nicht überprüfen lassen mangels Kenntnis desselben. Obendrein werden Leser meist noch dazu aufgerufen, Kommentare dazu zu schreiben, was ich für eine komplette Farce halte. Wie viel kann denn wohl eine Meinung von jemandem wert sein, der überhaupt erst aus dritter Reihe informiert wird, und noch dazu die Quelle nicht genannt werden möchte?

Etwas mehr Fairness wäre imho mehr als angebracht.

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