Advertiser Fauxpas in sozialen Netzwerken

Allein in den vergangenen Wochen erlebte ich 4 Advertiser dabei, wie sie sich nur durch eigenes Benehmen in sozialen Netzwerken als zu bewerbendes Partnerprogramm selbst disqualifiziert haben. In allen Fällen waren sowohl Produktangebot als auch Partnerkonditionen soweit gut, aber deren öffentliches Verhalten ist einfach nicht zu akzeptieren.

Viele Programmbetreiber kommunizieren heute auch über Facebook, Twitter & Co sowohl mit ihren Kunden, als auch den Publishern. Als Teilnehmer an einem Partnerprogramm sollte man ganz besonders auch die Kanäle beobachten, welche für die Endkunden gedacht sind, denn hier sieht man live und in Farbe, wie die eigenen Besucher behandelt werden.

Mit welchem Verhalten scheidet ein Betreiber als potentieller Werbepartner aus?

Social No-Gos in sozialen Netzwerken:

1. Beleidigung, Provokation und Indiskretion
Ein Punkt der wohl kaum Erklärung bedarf. Wer Kunden, Partner oder Mitbewerber angreift wird einfach nicht beworben.

2. Politik, Religion und radikale Hetzparolen
Ideelle Ansichten haben im Business nichts verloren. Politische Werbung, radikale Ansichten oder Hetze gegen Personengruppen möchte ich meinen Besuchern nicht zumuten.

3. Spiele und Spieleeinladungen
Wer noch immer nicht den Unterschied zwischen Fanpage und Account kennt, der sollte nicht mit dem geschäftlichen Account billige und peinliche Klickspiele zocken. Die Einladungen dazu werden häufig automatisch an Freunde und Gefolgschaft versendet. Wer möchte schon bei jemandem einkaufen, der den ganzen Tag nur sinnfrei in virtuellen Maisfeldern herumklickt?

4. Hoax Weiterverbreitung (Falschmeldungen)
Sie gehören zu den Ekzemen des Internets und sind einfach nicht wegzubekommen, doch wer so etwas weiterverbreitet bekommt keine Besucher geliefert.

5. Einladungen zu unpassenden Events und anderen / themenfremden Fanpages
Mit dem Schrotflinten- bzw. Gieskannenprinzip vorgehen und abwarten, was hängen bleibt. Wer Kunden aus Wien zu einer kleinen Abendveranstaltung in Hamburg einlädt, oder die eigenen Fans für ein völlig themenfremdes Produkt begeistern möchte, der hat das heutige Internet definitiv nicht verstanden.

Alle diese Aktivitäten werden von den Kunden am Ende auch den Werbepartnern angelastet. Wer dafür nicht die Verantwortung tragen und unangenehme Fragen beantworten möchte, der sollte seine Partner genau beobachten, und auf die Bewerbung solcher Programme absehen.

Es ist imho traurig daß solche Basics überhaupt erst erklärt werden müssen. Advertisern sei in jedem Fall die Beratung durch fachlich geschulte Social Media Manager nahegelegt.

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